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Das mysteriöse Audi-Motorrad

Die letzen male habe ich mich ein wenig zu den Off-Topic-Themen Winterzubehör und Fußmatten (hehe) ausgelassen. Dieses mal geht’s wieder um bayrische Motorräder.

Dass Audi Autos herstellt, ist ja bekannt. Aber dass es auch Motorräder herstellt – das wäre eine Neuigkeit, oder nicht? Den Gerüchten aus den 1970er Jahren zufolge gab es ein geheimes Motor von Audi; das Audi-Motorrad Z02.

Das geheime Motorrad aus den 70ern

In den 70er Jahren wurde gemunkelt, Audi baue ein Motorrad. Doch irgendwie schien keiner etwas genaues darüber zu wissen. Es vergingen 20 Jahre, ohne dass sich die Ingenieure von Audi darüber äußerten, ob es nun ein Motorrad gibt oder nicht.
Der heutige Audi-Mitarbeiter Robert Mayerhöfer, welcher in der Audi Tradition für die historischen Fahrzeuge und Motorräder verantwortlich ist, erinnert sich noch gut an diese Zeit. So erzählt er, dass in den 70ern gelegentlich jemand behauptete, gesehen zu haben, aus dem Werk ein Zweirad fahren zu sehen. Schließlich fing er 1998 bei Audi in der Tradition zu arbeiten an.

Und da stand es – das Motorrad Audi Z02

Der damals neue Mitarbeiter von Audi konnte es kaum abwarten, zu erfahren, ob es tatsächlich ein Motorrad gab oder nicht. Und da stand es wirklich, im Keller, unter einem Tuch abgedeckt. Das Motorrad Audi Z02 besaß immer noch seinen bronzefarbenen Glanz.

Doch wozu überhaupt all die Geheimnisse rund um das Motorrad? Die beiden Männer, welche hinter dem gesamten Projekt standen, Ferdinand Piëch und Roland Gumpert beschlossen, das ganze Projekt geheim zu halten, bis das Resultat gut genug sei, um es vorweisen zu können.

So entstand das Motorrad 1975 in der Versuchsabteilung der technischen Entwicklung, in einem abgeschlossenen Holzverschlag. Die BMW R 902 diente als Vorlage. Nach dem Auseinandernehmen folgte die Feinarbeit. Dem Rahmen der BMW wurde der Reihenvierzylindermotor des Audi 50 eingebaut, wassergekühlt und mit Kettenatrieb versehen. Der 1,1 l Motor leistete fast 70 PS und wurde einem Norton-Getriebe an den Rahmen angepasst. Das Design wurde von eingeweihten Audi-Designern entworfen mitsamt der Verkleidung, dem Tank und der Sitzbank. Etwas später wurde das Design jedoch verändert. Denn anfangs war das Motorrad schwarz, bevor es anschließend bronzefarben wurde.

Piëch und Gumpert genossen diese Zeit offensichtlich. Keiner außer den eingeweihten Mitarbeitern bekam etwas mit und beide waren insgesamt mit dem Projekt zufrieden.

Die bittere Abfuhr für die Ingenieure

Anfang 1977 fanden die ersten Testfahrten statt. Die ersten tausend Kilometer übernahm Gumpert. Die Testfahrten fanden hauptsächlich im Rahmen von Nacht- und Nebel-Aktionen statt, wobei das Motorrad keinem aufzufallen schien. Die Testfahrten verliefen zufriedenstellend. Daher konnten es die Macher kaum abwarten, dieses dem neuen Betriebschef vorzustellen. Doch diese Präsentation dauerte ziemlich kurz. Werner P. Schmidt erteilte seinen Ingenieuren sofort eine Abfuhr, mit den Worten, dass sie keine Fahrradhändler seien.

Daraufhin verschwand das Motorrad hinter verschlossenen Türen. Erst 20 Jahre später, im Jahre 1999 wurde es aus dem Keller geholt und im ersten Stockwerk den Interessenten bei Führungen vorgestellt. Auf diese Weise bekamen die Macher zumindest die Genugtuung, dieses von neugierigen Menschen sehen zu lassen, welche kamen, um sich selbst von dem Mysterium zu überzeugen.

 

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